Tuesday, September 28, 2004

Team roles

Der Dr. Meredith Belbin (Management Teams: why they succeed and fail, 1981) Fragebogen ergab: Coordinator / Shaper. Zur Wahl standen ausserdem: Plant, Resource Investigator,Team Worker, Specialist, Monitor Evaluator, Implementor, Completer Finisher.

Coordinator: The team controller. Thending towards introversion but with the capacity to motivate others and pull them together towards a common purpose. A people person, concerned to involve everybody and make sure that they are valued. They are trusting and compassionate, driven by deep values which they will gently push. They will recognise people's talents and look to harness them. They are good at defusing confilct.
On the downside they can be too trusting, and, if not careful, too concerned with keeping people happy to get the job done. They may try to please too many people at the same time.
Shaper: If the Co-ordinator is the Team Controller, the Shaper ist the Slave Driver. Task oriented and prepared to move mountains to achieve their goals. Estrovert, challenging, direct and often outspoken. The great benefint of this team member is the ability to get poeple and things focused on the task. They are persuasive and prepared to negotiate and compromise to get things moving.
On the downside, the Shaper can rub people up the wrong way. Very Quick, they can forget to explain, they can become impationt and very directive. They like to fly by the seat of their pants and this can be risky. If they are not quick then a lack of planning can lead to problems. Whatever happens, working with the Shaper is going to be fun.


"Identität durch Gesundheit"

Eine gewisse Gesundheitsbesessenheit lässt sich ja zweifellos in den Staaten, sicher auch in Deutschland feststellen. Jetzt haben wir die These (Sl.), daß diese aus dem Verlust herkömmlicher Identitätsstifter wie etwa Nationalitäten, Religionen oder ethnischen Zugehörigkeiten herrührt. Denn in dieser chaotischen Zeit hofft also der Identitätssuchende auf den Rückhalt im biologischen Selbst. Das hört sich doch ganz gut an.
Die Engländer allerdings scheinen dagegen immun zu sein...

Gestern war der erste MOAC Tag - "Teambuilding". Erfreut bin ich über die übersichtliche Teilnehmerzahl. In diesem Jahr 14. Vom letzten Jahr sind noch 10 übrig und berichten von intensiver Arbeit...

Monday, September 27, 2004

Ankommen

Erste Nacht im Tocil. Die 9 Quadratmeterzelle ist doch nicht so schlimm wie ich befürchtet hatte.
Schöne Aussicht ins Grüne. Die aktuelle Adresse ist "Tocil Block 4, Flat 19 F, The University of Warwick, Coventry CV4 7AL, United Kingdom". Hier ist die Webcam vom "Piazza" des Campus.

Nun zur Mathematik. Kürzlich tauchte in einem Gespräch wieder einmal die Frage auf "Wofür ist sie gut?". Das passiert mir recht häufig. Diesmal war meine Überlegung, Mathematik ermöglicht die Welt aus einer besonderen analytischen Perspektive wahrzunehmen. Mit gewissen Sachverhalten konfrontiert führt einen die mathematische Sichtweise hin zu allgmeineren, abstrakteren Fragestellungen. Nimmt man also alle "tatsächlichen" Anwendungen der Mathematik beiseite, so bleibt immerhin noch das Privileg einer nicht-alltäglichen Weltwahrnehmung.

Thursday, September 23, 2004

Ausgestöpselt

Da bin ich mal wieder draußen aus der Dampfglocke der Medien. Zeitung weg, Internet weg und Fernseher hatte ich eh nicht. Und bald geht’s wieder rein, diesmal in die britische Medienwelt. Freue ich mich auf ein frisches Lüftchen. Es gibt ja das Bild der geschlossenen Kommunikationsglocke, unter der alleTeilnehmer nur noch ihre eigenen Exhalate atmen bis jedermann tüttelig im Kopf ist, weil der Sauerstoff knapp wird (Sloterkijk in etwa sinngemäß ;) ). Da tut es schon mal gut aus dem selbsthypnotischen aber auch verführerischen Zirkus auszusteigen. In diesem Sinne wird das „frische Lüftchen“ so frisch nicht sein wird – nur riecht es halt mal anders.

So werd ich mich wohl darauf beschränken gelegentlich in diese Blase aus benebelnden Gasen hineinzuschnuppern, und mich ansonsten im Außen aufhalten.

Wednesday, September 22, 2004

Umzug

Klinik, Oktoberfest, Umzug nach Heidelberg und nun Vorbereitung auf den Abgang. Das ganz leider mit nur sporadischen Internetzugang. Daher wird es auch noch eine Woche dauern, bis ich hier den normalen Betrieb wieder aufnehmen kann.

Sunday, September 12, 2004

Auf Achse

Viel unterwegs derzeit. Ich nutzte den letzten Sonnentag, um mein Moped wieder nach Heidelberg zu überführen. Blauer Himmel, weicher Asphalt und kleine Mädchen winken mir im Stau zu. Heute und Morgen darf ich die Strecke gleich noch zweimal fahren, diesmal mit Sprinter.

Gestern sah ich einen kurzen Beitrag über einen Lehrer, der mit aufklärerischer Absicht das Land bereist und Hartz4-Vorträge hält. Dabei stellte sich heraus, daß immer wieder die Grundanklage erhoben wird, H4 "schaffe" keine Arbeitsplätze. Mir scheint hier ein Misverständnis vorzuliegen. Soviel ich weiß geht es doch darum, daß Sozialsystem wieder bezahlbar zu machen und dafür zu Sorgen, daß arbeiten sich wieder lohnt. Genauer, daß es sich auszahlt eine schlechter bezahlte Arbeit anzunehmen anstatt weiter von der Arbeitslosenhilfe zu leben. Man sieht einer Kuh ja auch nach, daß sie keine Eier legt. Siehe auch den kanzleramtlichen Papiermüll.

Friday, September 10, 2004

Tarotscherze

Ich bin immer noch nicht ganz darüber hinweg. Es ist noch nicht lange her, da wühlte ich mich durch Informationen über Banken, Versicherungen, Beratungs- und Pharmafirmen. Ich setzte Bewerbungen auf und zermarterte mir das Hirn, welche Richtung ich als nächstes einschlagen sollte. Da sah ich mein Tarotdeck in der Ecke liegen und zog spontan eine Karte. Ich erinnere mich jetzt nur noch an die Deutung (Karte ergänze ich noch): "Finden Sie einen Ort, an dem Sie Ihre Potentiale am besten entfalten können."
Ich habe meine Karten natürlich sofort verbrannt. Denn verulken kann ich mich schließlich selbst.

Thursday, September 09, 2004

Atmoterrorismus?

Packen, sortieren, ... der Umzug rückt näher. Dazu noch blendende Aussichten auf einen kurzen Krankenhausaufenthalt vor Abflug. Na dann.
Glücklicherweise habe ich ja noch Ausgleichslektüre in Form von Sloterkijks monumentalen Sphären III. Und da man komplexere Thesen am besten behält, wenn man sie noch einmal zusammenfasst, beginne ich damit mal. (angeregt von in etwa den Seiten 80-130)

Ein besonderes Merkmal der Moderne und des 20. Jahrhunderts ist die beschleunigte "Explikation", also das heraustreten von Tatsachen oder Zusammenhängen aus einem "impliziten" Hintergrund. Ein charakteristisches Beispiel wäre eine Innovation in der Militätechnologie: der Gaskrieg. Hier wird nun nicht mehr der Feind direkt anvisiert, sondern lediglich sein Umgebung unlebbar oder unatembar gemacht. Hier wird die Notwendigkeit des Enthaltenseins in einem atembaren Luftraum ausgenutzt. Die zuvor naiv vorausgesetzte lebensfreundliche Luftumgebung wird nun zum Objekt operativer Manipulation, nenne wir es "negatives Klimadesign". Das Explizitwerden dieser atmosphärischen Zusammenhänge bildet eine wichtige Zäsur nach der die Klimatologie oder die Klimasorge integrale Bestandteile der modernen Gedankenwelt werden.

Wednesday, September 08, 2004

Gemüseschlacht

Leider habe ich die diesjährige Gemüseschlacht Kreuzberg gegen Friedrichshain wegen des sich hinziehenden Juggerturniers verpasst. Sie werfen schon seit etwa sieben Jahren und ich wußte mal wieder von nichts. TAZ-Artikel.


Tuesday, September 07, 2004

Die Matrix

Aus aktuellem Anlass: Ich habe gerade die ich denke recht aufschlussreiche Interpretation meines Vaters in die Finger bekommen. Die stelle ich hier mal hin: Matrix-Interpretation.
Ich hoffe, daß noch entsprechendes für die Teile zwei und drei entsteht.

Monday, September 06, 2004

Bloggen...

Ich bin wohl wahrlich nicht der erste, der darüber nachdenkt. Die Frage stellt sich ja auch von selbst, sobald man sein weblog eröffnet. Was soll, darf, kann ich schreiben? Was ist zu persönlich, was zu allgemein und belanglos? Da drohennicht kompatible Rollen, die man im Leben zuweilen spielt, zu kollidieren oder besser sich gegenseitig ins Gehege zu geraten. Wer liest das? Wer darf was lesen? Wem kann man was zumuten? Kleinster gemeinsamer Nenner oder springen zwischen den Extremen?
Ich lasse das jetzt hier so stehen und warte ab, wie sich die Idee des "semi-permeablen" bloggens entwickelt.

Hartz IV

Um eine Diskussion kommt man dieser Tage nicht herum. Und gleich setzte ich mich natürlich in die Nesseln als ich mich kürzlich im Berlin Kreuzberger Milieu über das "grundsätzlich doch gutzuheissende" Reformunternehmen, dessen Auswuchs Hartz IV ja nun ist, ausliess. Am nächsten Morgen durfte ich dann gleich die Ankunft des sechzehnseitigen Fragebogens miterleben und bemühte mich eiligst zurückzurudern, indem ich meine Vorbehalte gegen diese offenbar totalitär-perfektionistische Art der Umsetzung betonte.
An dieser Stelle verweise ich dann auch gerne auf die Spiegelserie "Die verstaubte Verfassung". Ich denke, daß dort die systembedingten Probleme bei der Durchsetzung solcher Reformen überzeugend dargestellt wurden.
Hartz IV klingt irgendwie ein bischen nach "Rocky IV - Der Kampf geht weiter" - oder so ähnlich.

Sunday, September 05, 2004

Linked

Der aktuelle Kandidat für den Rahmen der Promotion ist das Netzwerk im allgemeinen und besonderen. Da musste ich gleich mal ein Buch kaufen. "Linked" von Herrn Barabási. Interessante Werdensgeschichte der Netzwerktheorie. Eindrücklich fand ich insbesondere die gesammelten und zitierten Nachweise der "scale-free" Netzwerktopologie auf den verschiedensten Gebieten wie Proteininteraktions- oder sozialen Netzwerken.
Einen Überblick liefert ein Artikel im Spektrum der Wissenschaft Juli 2004: "Mathematik von Netzwerken".

Am Anfang war...

Ich beginne diese Akte zu Zeiten einiger (mal wieder) Veränderungen in meiner Seinslage. Ein gutes halbes Jahr als Gymnasiallehrer in München ist vorbei. Die nächste Station wird nun die University of Warwick in England sein.
Über den Stil dieser Akten bin ich mir noch nicht ganz im klaren. Es wird persönliches sein und auch so einige Gedanken über dieses und jenes, was mich beschäftigt.
Bei dem, der mich also nicht kennt und so keinen rechten Bezug zu mir hat, werden meine wortreichen Ergüsse wohl kaum Begeisterungsstürme wecken.
So bin ich denn gespannt, ob und wohin sich dieses hier entwickelt...