Prinzip der reinen Laune
Ich nähere mich dem Ende des Buches - und es wird leichter. Seit etwa hundert Seiten (oder mehr) meditiere ich nun schon über Verwöhnung, Entlastung und die unerträgliche Leichtigkeit des Seins im allgemeinen (Sph. III, Kap3.). Und ich denke, da sind wir an einer guten Sache dran. Damit wir wissen, wovon wir reden, zunächst die "Mängelwesenfiktion" am Beispiel Gehlen.
Dieser bemängelt die Unangepasstheit und Mittellosigkeit des Menschen. Anders gewendet ist diese Unangepasstheit allerdings ein Luxus, der einem Verwöhnungs- und Brutkasteneffekt entspringt. Eine weiteres wichtiges Merkmal des Menschens ist seine "Weltoffenheit" (Kurzes Googeln zeigt mir, dass ich das alles schon seit der 10. Klasse hätte wissen sollen...). Diese führt zu einer konstanten Reizüberflutung und so zu einer Erschwerung der Existenz. Diesem kann nur durch den Vorgang der "Entlastung" entgegengewirkt werden, z.B. filternde Wahrnehmungsmuster, Ritualisierung von Handlungen - sprich Gewohnheiten, bei denen man sich das Denken sparen darf. Diesen scheinbaren Notstand sieht man wohl klarer als eine "Vermögensverwaltung" des exzessiven menschlichen Reichtums an Wahrnehmung und Handlungsöglichkeiten.
So schließen wir mit der Diagnose des Menschen als Luxuswesen. Dazu gibt es noch mehr, aber das ein anderes Mal.
Dieser bemängelt die Unangepasstheit und Mittellosigkeit des Menschen. Anders gewendet ist diese Unangepasstheit allerdings ein Luxus, der einem Verwöhnungs- und Brutkasteneffekt entspringt. Eine weiteres wichtiges Merkmal des Menschens ist seine "Weltoffenheit" (Kurzes Googeln zeigt mir, dass ich das alles schon seit der 10. Klasse hätte wissen sollen...). Diese führt zu einer konstanten Reizüberflutung und so zu einer Erschwerung der Existenz. Diesem kann nur durch den Vorgang der "Entlastung" entgegengewirkt werden, z.B. filternde Wahrnehmungsmuster, Ritualisierung von Handlungen - sprich Gewohnheiten, bei denen man sich das Denken sparen darf. Diesen scheinbaren Notstand sieht man wohl klarer als eine "Vermögensverwaltung" des exzessiven menschlichen Reichtums an Wahrnehmung und Handlungsöglichkeiten.
So schließen wir mit der Diagnose des Menschen als Luxuswesen. Dazu gibt es noch mehr, aber das ein anderes Mal.

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