Friday, January 07, 2005

Weihnachtsmänner in Frankreich

In Frankreich klettern sie. Denke ich an Weihnachtsmänner, sehe ich das weihnachtliche Äquivalent eines fliegenden Chevrolets mit acht Rentieren und einem erstaunlichen Wendekreis. Jedenfalls hat Santa einen extrem chefigen Schlitten, saust stilvoll durch die Nacht, parkt lässig vor dem nächsten Schornstein, erledigt routiniert sein Weihnachtsgeschäft. (Ich meine natürlich die Geschenke.) Erhaben fliegt er dann weiter im Auftrag ewiger Jugend und Glückseligkeit.

Doch auch unter Weihnachtsmännern gibt es Privilegierte und Underdogs. Und der Santa am unteren Ende dieser Hackordnung muss Ende Dezember nach Frankreich. Kein Schlitten, kein Rentier, kein Fliegen, kein nichts. Wenn er Glück hat, kann er irgendwo eine Leiter auftreiben. Ansonsten heißt es klettern. So sieht man die erbarmungswürdigen Rauschebarthelden sich in unwürdiger Pose an Fenstersimse, Balustraden, Balkone und Dachrinnen klammern. Schliesslich vom Winde verweht oder gar bei tragischen Unfällen von Kabeln erdrosselt. Wahrlich, die Hölle des Weihnachtsmannes heißt Frankreich.

Allerdings habe ich mir nun sagen lassen, dass diese Unsitte des weihnachtlichen Klettermanns auch in Deutschland Fuß gefasst hat. Ich selbst konnte das allerdings noch nicht beobachten.

Das folgende Bild (von hier) hat zwar wenig mit oben Gesagtem zu tun. Ich finde es aber trotzdem gut.


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