"Sie Drecksau!" und die englische Höflichkeit
Term vobei. Nur noch zwei Prüfungen. Dafuer waren die letzten zwei Wochen recht intensiv. Dennoch genug Zeit zum spinnen. Hier der Gedanke:
Die Attacke aus der Ferne hat eine lange Tradition. Die Erfindung dieser Technik wird sogar als die Wiege der Menschwerdung gehandelt. (Quelle unten ) Bei der Weiterentwicklung dieser aggressiven Fernwirkung haben sich die Deutschen im letzten Jahrhundert in besonderer Weise hervorgetan. Man denke etwa an die "Dicke Berta" oder die V-2 Rakete. Nun wage ich einen zugegebenermassen etwas kuehnen Brueckenschlag mit der These, dass die Deutschen dieses Prinzip auch in der verbalen Kriegsfuehrung kultiviert haben. Hier allerdings muss die Distanz durch das "Sie" unter Umstaenden erst geschaffen werden. So ermoeglicht sich der Deutsche den hemmungslosen verbalen Schlagabtausch aus der Ferne. Und so ein schimpfend-fluchendes Artellerieduell erfuellt ja durchaus einen sinnvollen Zweck im zwischenmenschlichen Umgang.
Wie gehen denn nun die Englaender an die Sache heran. Denn auch sie muessen sich ja auch mal ordentlich anpflaumen. Allerdings fehlt Ihnen in der Regel das distanzschaffende "Sie", dem sich der Deutsche so leichthin bedienen kann. Nun, man muss nicht lange suchen, um dem allgegenwaertigen Geflecht aus Hoeflichkeitsfloskeln zu begegnen, in das die meisten Kommunikations- und Interaktionsvorgaenge eingebettet sind. So ganz geloest scheint mir das Problem bisher allerdings nicht. Vielleicht finde ich ja noch den verbalen Mechanismus, der mir die Uebermittlung eines "Sie bloody bastard!" ermoeglicht.
Quellen:
E. Kirschmann, Die Zeitalter der Werfer - eine neue Sicht des Menschen, 1999; P. Alsberg, Das Menschheitsrätsel, 1922; oder wie üblich die Sphären III, S. 364ff.
Die Attacke aus der Ferne hat eine lange Tradition. Die Erfindung dieser Technik wird sogar als die Wiege der Menschwerdung gehandelt. (Quelle unten ) Bei der Weiterentwicklung dieser aggressiven Fernwirkung haben sich die Deutschen im letzten Jahrhundert in besonderer Weise hervorgetan. Man denke etwa an die "Dicke Berta" oder die V-2 Rakete. Nun wage ich einen zugegebenermassen etwas kuehnen Brueckenschlag mit der These, dass die Deutschen dieses Prinzip auch in der verbalen Kriegsfuehrung kultiviert haben. Hier allerdings muss die Distanz durch das "Sie" unter Umstaenden erst geschaffen werden. So ermoeglicht sich der Deutsche den hemmungslosen verbalen Schlagabtausch aus der Ferne. Und so ein schimpfend-fluchendes Artellerieduell erfuellt ja durchaus einen sinnvollen Zweck im zwischenmenschlichen Umgang.
Wie gehen denn nun die Englaender an die Sache heran. Denn auch sie muessen sich ja auch mal ordentlich anpflaumen. Allerdings fehlt Ihnen in der Regel das distanzschaffende "Sie", dem sich der Deutsche so leichthin bedienen kann. Nun, man muss nicht lange suchen, um dem allgegenwaertigen Geflecht aus Hoeflichkeitsfloskeln zu begegnen, in das die meisten Kommunikations- und Interaktionsvorgaenge eingebettet sind. So ganz geloest scheint mir das Problem bisher allerdings nicht. Vielleicht finde ich ja noch den verbalen Mechanismus, der mir die Uebermittlung eines "Sie bloody bastard!" ermoeglicht.
Quellen:
E. Kirschmann, Die Zeitalter der Werfer - eine neue Sicht des Menschen, 1999; P. Alsberg, Das Menschheitsrätsel, 1922; oder wie üblich die Sphären III, S. 364ff.

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